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Metadaten. Eine Annäherung an Big Data

December 3, 2017

Wir verstehen die Kultur- und Medienwissenschaften, die Soziologie und andere Formen der Beobachtung von Gesellschaft als Sprachen des Entwurfs von Metadaten zur Kontrolle und zum Vergleich von Daten, die als diese Sprachen genau dann brauchbar sind, wenn es um eine Einschätzung der gesellschaftlichen und kulturellen Bedeutung eines Phänomens geht. Und wir kommen dabei nicht umhin, bereits scheinbar einfache Konzepte wie »Gesellschaft« oder »Kultur« als Metadaten zu verstehen, von denen nicht auf der Hand liegt, welche Listung, Sortierung, Gruppierung und Strukturierung welcher Daten sie jeweils leisten, ganz zu schweigen davon, dass man mit der Frage nach möglichen Unterschieden zwischen kulturwissenschaftlichen, medienwissenschaftlichen und soziologischen (und im Unterschied dazu: sozialwissenschaftlichen) Metadaten konfrontiert wird, die man nur dann geneigt sein kann zu beantworten, wenn kein Kollege, der es anders sehen könnte, in Reichweite ist.

In: Heinrich Geiselberger und Tobias Moorstedt (Hrsg.), Big Data: Das neue Versprechen der Allwissenheit, Berlin: Suhrkamp, 2013, S. 156-186 preprint

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