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Von der Kunst, die Wirklichkeit unmöglich zu machen

February 7, 2017

“Und die Funktion von Kunst besteht für mich darin, die Wirklichkeit unmöglich zu machen – die Wirklichkeit, in der ich lebe, die ich kenne.” Diesen berühmt gewordenen Satz formulierte Heiner Müller 1977 in einem Gespräch mit Rainer Langhoff und anderen am Genfer See. Ein Jahr später arbeitet er an seinem Stück Der Auftrag: Erinnerung an eine Revolution, uraufgeführt 1980 an der Volksbühne Berlin. Es geht um das Schicksal französischer Revolutionsemissäre auf Jamaika, wo sich die revolutionären Hoffnungen zwischen “schwarzen Brüsten” erfüllen und erledigen zugleich. Was hat es mit dieser Kunst, die Wirklichkeit unmöglich zu machen, auf sich, wenn diese Wirklichkeit nicht nur jene ist, gegen die die Revolutionäre rebelliert haben, sondern auch jene, die sie selber hervorgerufen haben? Was hat es mit dieser Kunst, die Wirklichkeit unmöglich zu machen, auf sich, wenn diese Wirklichkeit eine ist, die auch die Revolutionäre zu ihrer Überraschung an sich selber erfahren?

Weiterlesen… online im Merkur 71, Nr. 813 (Februar 2017)

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