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Oszillation 4.0

March 9, 2016

Zur Kulturform der nächsten Gesellschaft

Irgendwann müssen wir gelernt haben zu oszillieren. Doch in jedem Medium, in der Sprache (Oszillation 1.0), in der Schrift (Oszillation 2.0), im Buchdruck (Oszillation 3.0) und in den elektronischen und digitalen Medien (Oszillation 4.0) oszillieren wir anders.

Weiterlesen… soziopolis, und als pdf

6 Comments
  1. Tut mir leid, Herr Baecker. Das was Sie hier schreiben, ist von der Physiologie – auch der Säugetiere her gedacht- schlicht und einfach falsch!

    “Da das Gehör jedoch nicht richtungsabhängig ist, kann man sich nur durch Verweis auf störenden Lärm herausreden, falls man behauptet, nicht gehört zu haben. Die Blickrichtung des Auges, ja die gesamte Körperhaltung ist hingegen wesentlich subtiler einzusetzen. Das Ohr hört passiv, das Auge sieht aktiv, könnte man sagen, wenn man nicht aus den Kognitionswissenschaften wüsste, dass so oder so Aktivitäten des Gehirns zugrunde liegen und diese Aktivitäten so oder so von Selektionen, Rahmungen abhängig sind, die nicht immer gesteuert werden können.”

    Der Physiologie des Hoerens – speziell auch des selektierenden Richtungshoerens- kommt eine wesentlich groeßere Bedeutung für die rezeptive, aber dennoch stehts aktive, sprich Stoermuster erkennende und nachfolgend alarmierende Steuerung des autonomen Nervensystems zu.
    Das Ohr schläft nämlich nie und die Mechano-Rezeptoren des Innenohres, die den Schal aufnehmen und weiterleiten sind unmittelbar mit der pulsatil zu aktivierenden Feebackkreisen der Stress- (HHA-hormon-Achse https://de.wikipedia.org/wiki/Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse “verkoppelt”. Durch Hormonaussschüttung über diese Achse koennen auch unmittelbar die Mechanorezeptoren der glatten wie quergestreiften Muskulatur in komplexen ineinandergreifenden Feedbackschleifen adressiert werden. http://flexikon.doccheck.com/de/Muskel
    Mit unmittelbaren Auswirlkungen z.B. auf die Sprungkraft der Muskulatur akut lebensbedrohlichen “fight, flight, Totstellreflex”- Situationen.Die Aktivierung einzelner Muskelgruppen bei gleichzeitigem
    “Lahmlegen” anderer Funktionsgruppen, die im Notfall nicht nur nicht gebraucht werden, sondern vielleicht sogar hinderlich sind, das gehoert auch zum Funktionsumfang des Hoerens.
    Was insbesondere dann wichtig ist, wenn man nicht über den eigenen Horizont hinausschauen kann. Im Gegensatz zu den Hochkomplexen System an Mechano-Rezeptoren (auch des Innenohres) http://flexikon.doccheck.com/de/Mechanorezeption
    sind die Foto-Rezeptorzellen des Auges, genauer gesagt der Netzhaut ca. 100 bis 400 mal langsamer (dies jetzt näherungsweise aus dem Kopf) https://de.wikipedia.org/wiki/Netzhaut
    Ein lange bekanntes Phänomen das sich zum einen auf das Farbensehen, wie auch auf das Dämmerungssehen (bei Zwielicht und abnehmenden Kontrasten auswirkt)

    Welche Implikationen die Physiologie wiederum mit sich bringt um anschließend auch als polynomische Implikationsmatrix “which embedds” fungieren zu koennen und wie sich die Zusammenhänge über die Psychoneuroimmunologie wiederum die Musterbildungen der Kommunikationsnetzwerke im Koerper innen/außen bzw. außen/innen verbinden lassen, sodass auch die evolutionstheoretische Komponente der symbolisch generalisierten Kommunikationsmedien unmittelbar einleuchtend Sinn ergeben, darüber am besten einmal mündlich und face-to-face. Zumal Sie ja mittlerweile wieder ganz in der Nähe, im Pott sind.

    Man muss das Ganze einfach hoeren, sehen, vorführen und erfahren.
    ich verspreche Ihnen hiermit auch so manchen perfekt beinhaltenden AHA-Effekt:
    “Ja logisch. Anders konnte es auch garnicht sein und koennte darüberhinaus auch überhaupt nicht funktionieren”. 🙂

    Bis demnächst, so hoffe ich

    Dorothea Menges

    • Mein Argument, liebe Frau Menges, ist ein soziologisches, kein physiologisches. Wie Sie gehe ich von einer körperlichen Aktivität aus, die dem Hören zugrundeliegt. Daher mein Hinweis auf die Kognitionswissenschaften. Und wie Sie gehe ich davon aus, dass wir voneinander auch wissen, dass wir hören, und zwar: aktiv und ungerichtet (dass heißt, ohne bewusst steuerbare Selektivität) hören (was nicht ausschließt, genauer hinhören zu können, Störgeräusche auszublenden versuchen zu können). Interessant wird es soziologisch in dem Moment, in dem man das Hören mit dem Sehen vergleicht. Duch meine Blickrichtung kann ich kommunizieren, was ich sehe und, noch wichtiger, was ich nicht sehe. Meine Hörrichtung kann ich jedoch nicht kommunizieren. Ich kann meinem Gegenüber nicht deutlich werden lassen, was ich höre und was ich nicht höre. Ich höre alles, was nicht von einer Lärmquelle übertönt wird. Und davon geht mein Gegenüber auch aus. Wenn es also darum geht, Annäherung und Abwendung zu kommunizieren, lege ich nicht etwa die Ohren an (mag sein, dass einige Tiere das können), sondern ich wende meinen Blick an. Und ich stelle die Ohren nicht auf, wenn ich Zuwendung signalisiere (wie Hunde, Pferde, Katzen…), sondern ich schaue hin, inklusive der dazugehörenden Körperhaltungen.

  2. Dorothea Menges permalink

    Sagen Sie bloß, Sie koennten nicht mit den Ohren wackeln, Herr Baecker, um auch ihre gerichtete und gespannte Aufmerksamkeit, auch im weißen Rauschen einer geräuschvollen Umgebung, zu signalisieren, wenn es denn Not täte. Das enttäuscht mich jetzt aber sehr.🙂

    Nicht nur Vorsicht Bär, sondern im Folgenden auch Vorsicht Satire! Ein Versuch.
    Stoermuster einzubringen, ist, soweit mir bekannt, nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht, oder? Ich baue jedenfalls auf Widerspruch, der mir genehm.

    Zurück zu den Verbindungen zwischen Soziologie und Physiologie, die in meinen Augen, speziell auf Basis der LoF und der KybernEthik mehr als evident und emergent sind, sodass ich Sie doch gerne einmal einmal einladen, ja beinahe verpflichten moechte, ganz kurz – wenn auch vielleicht nur blitzelnd aus dem Augenwinkel heraus- Ihren Fokus darauf zu richten, was unter bereits gewaltigen Dekonstruktionen mittlerweile an eindeutig systemischen Konstruktionen entstanden ist.

    Ja! “Evolution ist immer und überall”

    Aber merkwürdig erscheint, die Meisten, speziell auch systemisch Geschulten wollen das garnicht hoeren, wenn man ihnen das so klar und eindeutig versichert. Und freut Euch, “Order from noise” und hier schon wieder “Order from noise” zuruft.
    Wie kommt’s, so frage ich mich dann. Sind jetzt alle bzw. die Meisten mittlerweile doof?
    Dies ist nicht als Beleidigung gedacht, sondern in der Bedeutung von “taub” auf niederländisch, mit allen sozialen Implikationen der Erschwernis von Kommunikation, auch das Richtungshoeren mit inbegriffen.

    Sie koennten aber Ihrem Gegenüber schon durch Gebährdensprache mitteilen, Herr Baecker, dass Sie aus Gründen eines bis nahe der Schmerzgrenze reichenden Umgebungslärms gerade nichts verstehen? Und sie koennten auch, selbst in einer solch nahezu voellig vertäubenden Umgebung noch so viel hoeren und anschließend auch ihr Gegenüber mit Gesten anhand von Warnsignalen zur Vorsicht zu mahnen? Zum Beispiel auch, aus welcher Richtung Sie gerade ein Feuerwehr-Auto kommen hoeren?
    Dies alles bedarf zwar schon gelegentlich den Einsatz umfangreicherer Gestik und Mimik, vor allem wenn es sich darum dreht, in einer Menschenansammlung bzw. auch auf den Straßen sehr rasch eine Gasse freizumachen? Wohl wissend, dass auch das definitive Passierendes Feuerwehr- Autos parallel zum eigenen Standort, wenn sie das Feuerwehrauto nicht sehen, auch dadurch zu erkennen wäre, dass das Martinshorn ganz eindeutig seine Frequenz wechselt bzw. gewechselt hat? Woraus sich auch ergibt, dass zwischen dem Annähern und dem sich Entfernen des Feuerwehr-Autos, wodurch eine wo auch immer lokalisierbarer Gefahrenherd signalisiert wird, durchaus auch ein nicht nur passiv erleidende,sondern auch ein bewußt und aktiv wahrnehmbares Hinhoeren geweckt wird, das von einem wenn auch nicht selbst direkt steuerbaren Wahrnehmen auch unmittelbar in ein aktives Handeln transformiert und so auch in seinem Warngehalt weiter kommuniziert werden kann?

    Richtig ist zwar, dass man durch die Änderung der Blickrichtung, auch durch Hochziehen der Augenbraue etc. Vieles ganz verdichtet vermitteln kann.
    Richtig ist aber auch, dass diese nach außen gerichtete und signalisiernde Kommunikationsfunktion rund die Augen, Funktionen der Augenmuskulatur und der besonders feinen Muskulatur im Gesichtbereich sind, die der Mimik zuzuordnen sind. Und nicht dem Sehen “an sich”. Funktionen, die man gemeinhin dem Sehen selbst zuschreibt, gehoeren keineswegs unmittelbar zum Sehen, sondern resultieren aus einem nahezu perfekt koordinierten Zusammenspiel zwischen den Sehen als Akt der Wahrnehmung und der sensomotorischen Bestätigung, Reaktion bzw. auch Resonanz dieses feinkoordinierten Kommunikations-Komplexes, der anschließend auch als Matrix einer interpersonellen Kommunikation zu dienen vermag.
    Woraus sich durchaus schließen läßt, dass sich durch einen äußeren Reiz, ein Signal ein Zeichen ein konditionierter, kontinuierlicher und fließender Übergang ausgehend von einer eher passiv eintreffenden Beobachtung mit fließendem nahezu (!) nahtlosem Übergang in ein aktiv signalgebendes (re)-aktives, konditioniertes Geschehen im Millisekunden-Bereich aufbauen läßt.
    Man mag das als “Gewitter von Neuronen” oder schlicht und einfach auch als feingetunte Entladung von Aktionspotentialen bezeichnen.
    Wodurch sich -sozusagen ein fliegender Wechsel zwischen Operator und Operand mit Übergabe des Staffelstabs an den nächstgelegenen Läufer ergibt.
    Diese Beschreibung – denn mehr als eine Beschreibung von Phänomenen ist nicht moeglich- kommt dem Prinzip einer sich bis ganz in die Peripherie ausbreitenden Erregung mit Aktionspotentialen gleich, die sich – wie gewonnen so zerronnen- anschließend auf nicht ganz demselben Weg auch wieder zurückbilden.

    Verstehen Sie jetzt, worauf ich hinaus will, Herr Baecker?
    Um überhaupt über so etwas schier endlos Imaginäres, wie z.B. die Mathematik auf Meta-Ebene der LoF bzw. über die Kybernethik, die Systemtheorie, die Soziologie, die Kognition sprechen zu koennen, bedarf es zunächst einmal der bloßen physischen Existenz von Leuten, die sich als Leute bzw. Menschen bezeichnen und sich in dieser Form über die Sprache mit anderen Leuten und ihrer Umgebung – auch ad hoc- austauschen koennen. Wie sollten denn diese hochkomplexen Programme mit ihren Spezial- Apps ohne “Hardware” überhaupt laufen?

    Mir ist auch schon klar, Herr Baecker, dass Sie in Ansprache der koerperlichen Ausdrucksmoeglichkeiten argumentativ auf die soziologische, sprich interpersonelle und von innen nach außen gerichtete Kommunikation abheben. Während ich nur ergänzend dazu behaupte, dass dies von seiten der Neuro- und Sinnes-Physiologie selbstverständlich moeglich ist; dass aber weiterhin beide Disziplinen – die Soziologie wie auch die Medizin ihre binnendifferenzierenden Schwierigkeiten, auch wenn sie ihr Binnensystem genügend erforscht und in den Funktionsweisen haben begriffen haben,, lesen,erkennen und zu koennen, was sich hinter der Stirn des Adressaten, d.h. in Tiefen und Untiefen psychischer Systeme als “black box” von Zuschauern abspielen koennte, wenn keine bzw. nur spärliche Resonanz erfolgt. Dies alles ist schlicht und einfach ein Ding der Unmoeglichkeit, zumal Erkennen und als etwas verbindlich definieren in diesen hochspekulativen Regionen selbstverständlich den Allerwenigsten gelingen dürfte, außer irgendwelchen Dogmatikern und Fundamentalisten, die sich
    dann immer wieder auf ihre je eigenen weltanschaulichen Glaubensätze zurückzuziehen pflegen.

    Das entspricht wiederum nicht den Laws of Form, wo man sich zunächst daran zu erinnern hat und auch den Code einigermaßen beherrschen muss, um entschlüssln zu koennen, was wie vor langer Zeit in der Sprache der Mathematik, der Physiologie, der Informatik, für die Soziologie
    im Deutschen, im Englischen, in der Systemtheorie für die Systemtheorie, im Englischen, im Deutschen, für die Soziologie,für die Informatik, für die Physiologie definiert hat.

    Um an dieser Stelle, vonseiten der Position von George Spencer-Brown und seitens Heinz von Foersters einzusteigen, um künftig durchaus herausfordende unentscheidbare Fragen zu entscheiden.
    Es wäre doch irgendwie für die Soziologie vermutlich schon ganz gut zu wissen, was ist bzw. wurde eigentlich wie definiert? Vom Prinzip her und an unverzichtbaren Werten. Zumal die entscheidbaren Fragen ohnehin schon entschieden sind. Wer physisch präsent ist auf diesem Planeten bzw. in dieser Region und wer welchen Namen trägt, ist ohnehin schon entschieden.

    Und weiterhin, wäre es vermutlich interessant, inwieweit man es z.B. innerhalb der Gesellschaft, innerhalb von Organisationen, innerhalb von Verbänden, Vereinen und Gruppierungen, innerhalb von Unternehmen, innerhalb von Ausbildungsstätten, Schulen und Kindertagesstätten und last but not least innerhalb von Familien mit prägnanten bis stereotypen und sich auch wiederholenden Musterbildungen zu tun hat, die sich auch – evidenzbasiert und peergroup reviewed – in statistischen Clustern belegen und auswerten lassen. Und dies nicht nur in Anwendung der Laws of Form auf die Logik hinter irgendwelchen Konstrukten, sondern auch unter explizitem Fokus der de-konstruierend, potentiell das Gesamtsystem schädigenden Anteil in Konstrukten und deren Ableitungen, Metaboliten, Ankoemmlingen.
    Und dies unter Einbeziehen und unter richtiger Anwendung der Statistik als allzu gerne ausgeblendete bzw. trivial fehlinterpretierte Sonderform innerhalb der Laws of Form mit anschließender Übersetzung in die Semantik – als Wiedereinführung der Form in die Form.

    Darüber hatten wir zwar in ähnlicher Weise vor drei Jahren schon einmal debattiert, wenn Sie sich erinnern. Selbstverständlich blieb und bleibt auch weiterhin, wie es sich auch in der Systemtheorie gehoert, das Ergebnis offen

    https://catjects.wordpress.com/2013/04/02/george-spencer-brown-wird-90/#comments

    Meine These zum Abschluss ist, die Soziologie und die Physiologie unterscheiden sich im Grunde und vom Prinzip der LoF her wenig. Sie unterscheiden sich im Hinblick auf das Ausmaß ihres Gesichtsfeldes, den Raum und die Zeiten über die Sie ihren Bogen zu spannen pflegen. Ansonsten erscheinen beide Disziplinen unentwegt paradoxe Phänomen zu beobachten. Und da diese wiederum paradox ist und vermutlich deshalb auch immer wieder am Haken der Statistik und/oder Imaginären der LoF hängen bleiben, lassen sich die Paradoxien nur dann aufloesen, wenn man sie an ebendiesen Haken hängt, und dadurch auch die unwahrscheinliche Entstehungswahrscheinlichkeit in eine hohe Erhaltungswahrscheinlichkeit transformiert.
    Was schlicht und einfach bedeutet, die Codierung zu Decodieren.
    Denn unter Decodeunicode als einfache und punktgenaue (isomorphe) Übersetzung mit Umsetzung des Richtigen in das Richtige, tauchen die schoensten Überraschungen auf.

    Denn so unwahrscheinlich paradox wie zur Zeit war die Welt vermutlich noch nie gestimmt,
    um auch die Wirklichkeit mit mathematischer Präzision und hoher Wahrscheinlichkeit unmoeglich zu machen. Man muß im Grunde nur wissen, wo und wann man in etwa die Unterschiede zu setzen hat.
    … ein Lob der Compliance.

    Auf Resonanz bin ich gespannt🙂

    • Einverstanden, liebe Frau Menges, um Analsen diesen Typs geht es. Nur muss man, um so Vieles so schön zu ver-wirren, wie Sie es tun, eben auch genau unterscheiden können. Sonst könnte man sich darauf beschränken, zu sagen, dass die Wirklichkeit selbst ihre beste eigene Analyse (Synthese ja so oder so) ist. Und mir ging es im Text nur darum, mit einem kleinen Unterschied zwischen Hören und Sehen (in einem und demselben Organismus) in die real nicht nur verworrenen, sondern evolutionär höchst subtilen Oszillationen der Kommunikation einzuführen…

  3. Menges Dorothea permalink

    Nun gut . Zwar lag es nicht in meiner Absicht, zu ver-wirren, sondern eher Paradoxien gegen Paradoxien quasi in gegenläufigen Wellen zusammen laufen zu lassen. Um diese mathematisch (-musikalisch) so zu kreuzen, damit man auch die sich rhythmisch auf- und wieder abbauenden Spannungsboegen als das verbindende Prinzip der Einheit der Differenz bis ins kleinste Detail deutlich machen kann.
    Aber man muss es zeigen, vorführen und mithilfe von Bildern, Plastiken, Musikpassagen, Filmen unterlegt erfahrbar machen, um so auch die durch Vorstellungen Sinnestäuschungen sichtbar, hoerbar, fuehlbar und anschließend an für die allzu detailverliebte Logik nachvollziehbar zu machen. Es ist schon verblüffend, welche rekursiven AHA-Effekte sich in ganz konsequenter Anwendung und punktgenauer Übertragung der LoF erzeugen lassen.

    Ihre Gegenüberstellung finde ich sehr spannend, zumal sich hier wiederum die Vorstellung bricht, man koenne das menschliche Gedächtnis immer noch mit Big-Data-Speichern von Maschinen vergleichen.
    “Die Oszillation, um die es jetzt geht, dreht sich im Wortsinn um Kontrolle, das heißt um die Frage, wessen Gedächtnis für die Sequenzierung von Kommunikation strukturreicher und daher tragfähiger, belastbarer und ausschlaggebender ist – das Gedächtnis der Maschinen mit ihren Speichern oder das Gedächtnis der Menschen in ihren sozialen Zusammenhängen.”

    Das Gedächtnis von Maschinen, als Nachbau der vermuteten Gross- bis Superhirn- Vorstellung ist nicht mit dem menschlichen Gedächtnis vergleichbar. Diese Logik geht nämlich nicht auf.
    Zumal die wesentliche Funktion des Gedächtnisses – wie dies auch Heinz von Foerster bereits beschrieben wurde- im Vergessen liegt, mit der Option bedarfsorientierter, feinkoordinierter (Re-)Aktivierung in Re-Kombination bewährter, erlernter Musterbildungen.
    Interessant ist, dass sich durch eine andere Bedeutungszuweisung nicht nur die paradoxe Kippfigur aufloest, sondern auch klar wird, dass die Wirklichkeit in der Tat u.a. auch ihre beste eigene Analyse beinhaltet, die aber in der Regel nicht zur Beschränkung zwingt, sondern im Gegenteil, die Oeffnung in Form einer Erweiterung darstellt.
    Insofern gilt auch weiterhin keine Chance für die Maschinen

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