Skip to content

Gipfeltreffen, oder Wir bauen uns ‘ne Theorie…

April 12, 2015

…als Reflexionssystem:

von Anaximander das gegenwärtig und ungegenwärtig Anwesende

von Parmenides das Eine

von Platon die Zwei

von Aristoteles die Kontingenz

von Nikolaus von Kues die coincidentia oppositorum

von Hobbes die Macht

von Descartes die Meditation

von Leibniz die Binarität und die Monade

von Vico die (historische) Kultur

von Kant die Kritik

von Hegel die Reflexion

von Jean Paul der Witz

von Novalis die Gegenwart

von Schlegel die Unverständlichkeit

von Comte die Statik

von Marx die Praxis

von Peirce (und de Saussure) das Zeichen

von Husserl die Intention

von Wittgenstein das Schweigen

von Heider das Medium

von Heidegger das Dasein

von Mead die Kommunikation

von Shannon die Information

von McCulloch die Heterarchie

von Wiener (und Ashby) die Kontrolle

von Parsons die Handlung

von Adorno die Parenthese

von Austin die Sprache

von Lacan le désir (calcul des places en tant que vides)

von Watzlawick die Pragmatik

von Foucault der Diskurs

von Barthes die Mythen

von Derrida die différance

von Spencer-Brown die Form

von Bateson das Spiel

von von Foerster die Schließung

von Günther die Transjunktion

von Luhmann das System

von Baudrillard der Tausch

von Glanville das Objekt

von Harrison C. White das Netzwerk

From → Theory

12 Comments
  1. wunderbare Liste von ein Wort-Theorien, ich werde sie gerne übernehmen und natürlich noch etwas verlängern:
    von Wiener die Kybernetik
    von Skinner den Behaviorismus
    von von Glasersfel den Konstruktivismus
    von …
    mir fallen da sicher noch ein paar Leute ein, aber lustig habe ich gefunden, dass ausgerechnete mein drei Favoriten alle gefehlt haben, Und dass Sie die Schliessung von Foerster zurechnen, und Bateson ein Spiel geben, vielleicht weil Information schon an Shannon vergeben wurde?

    • …es geht um Problembegriffe, nicht um Theorieetiketten:

      von Wiener die Kontrolle (wie auch von Ashby)…

  2. ja, logisch .. ich war unbedarft, mir ging es nur um fehlende Namen beim Gipfel und Wiener und Ashby habe ich in der Hektik schlicht übersehen, sorry.
    Und “Problembegriff” habe ich wohl nicht verstanden, in der gegebenen Aufzählung habe ich sie als Ettiketten gelesen.

    von Ashby die Transition oder “informationsdicht”igkeit
    von Wiener die Regelung (=Kybernetik)
    von von Glasersfeld mentale Operation (=Konstruktivismus)
    von Skinner die Blackbox (=Behaviorismus)

    Vielleicht werde ich dann schlauer, wenn die “wir”-Autoren die Super-integrative-Theorie gebaut haben😉

    • Wiener und Ashby hatte ich erst nach Ihrem Hinweis ergänzt; Skinners Black Box ist bei mir in Glanvilles Objekt aufgehoben…

      Es kommt mir darauf an, Theoretiker im Hinblick auf ihren Beitrag zum Verständnis der Implikationen von auch umgangssprachlich vertrauten Worten aufzulisten. Man kann jeden einzelnen Eintrag in der Liste auch als ein koan lesen, das heißt vom Alltagsverständnis der Worte ausgehend weitere Dimensionen entdecken.

  3. danke, ich habe mir jetzt den Text nochmals angeschaut, wenn auch nicht als koan und ich will jetzt nochmals weniger troll-ig reagieren. Ihren Hinweis auf (nicht)Ettiketten assoziiere ich jetzt so, dass die Namen der Autoren Ettiketten zur den Wörtern (die Ettiketten zu gemeinten Begriffen sind) sind.
    Es gibt im Facebook (dort auch und populär) oft Aufforderungen, irgendeine eigene Aufzählung über eine Reihenfolge von Lieblingsobjketen (etwa was sind Deine liebsten Bücher, Filme …) anzuzeigen. Ihre Liste wären sozusagen Lieblingswörter, deren Bedeutungen durch zugeordnete Namen etwas spezifiziert sind. Mich hat spotan die Auswahl interessiert (und zu einem voreiligen Kommentar veranlasst weil ich – lachend – über mich erkannt habe, dass ich die Liste anders schreiben würde, dass ich aber auch so eine Liste machen will (eben wie im Facebook, meine Lieblinge)

  4. Stephan Packard permalink

    Von Lacan das Begehren, bitte!

    Mehr will ich gar nicht (wie auch).

    • Ich bin mir nicht sicher.

      • von Lacan le réel — wie wäre es damit?

      • Stephan Packard permalink

        Das Reale halte ich bei Lacan für weniger originell — entzogen halt. Spannend wird es durch die Konstellation mit anderen Begriffen, und die drückt m.E. le désir aus: Der Begriff eines Begehrens, nicht vorgängig, sondern aus formaler Struktur erklärt, aber diese dynamisierend und motivierend, macht das Reale doch erst inter-essant!

      • Aber als Entzogenes informiert es das Begehren…; was wäre das Begehren, wenn es nicht… usw.?

      • Stephan Packard permalink

        Ja, die Begriffe sind aufeinander angewiesen. Insofern ginge le réel sicher auch, evtl. auch l’imaginaire. Aber wenn wir auswählen müssen, lese ich die inspirierende Liste oben als Sammlung je einzelner Begriffe, die es jeweils dort am besten zu holen gibt. Das wäre bei Lacan für mich nicht der Entzug, den andere besser beschreiben (Transzendentalität) — sondern die theoriestrategische Entscheidung, sich für das Reale dann nicht weiter zu interessieren, sondern für das Interesse daran; und für dieses auch nicht als Annäherung ans Reale nach einem anderen Register, wie etwa nach der begehrten Erkenntnis davon, dem begehrten Ersatz dafür, usw., sondern als eigenes Register, Begehren als Begehren und Grund fürs Reale.

        Anders herum: Bekommen wir Begehren anderswo besser?

      • Begehren bekommen wir hier sowieso nicht…😉 Ihre Beschreibung des Ree/alen trifft, warum ich es hier passend finde. Worum es mir geht, ist Lacans calcul des places en tant que vide, den wir freilich auch von Gotthard Günther bekommen. Hm…

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: