Skip to content

Arbeit an einem Glossar der Systemtheorie

January 25, 2015

System: eine Funktion, formuliert von einem Beobachter, die beschreibt, wie sich ein Organismus (oder mehrere Organismen) in seiner (in ihrer) Umwelt erhält (erhalten).

Selbst: die Bezugnahme des Organismus, unterschieden von einem Beobachter, auf Variablen seines Systems.

Beobachtung: jede Unterscheidung, mit deren Hilfe sich ein Organismus in seinem System orientiert.

Unterscheidung: Operation im Medium der Wahrnehmung, der Empfindung, des Bildes, der Töne, der Sprache, der Schrift, der Technik und des Kalküls.

Komplexität: jede Form der Reflexion auf die Unverfügbarkeit der (Einheit der) Differenz von Organismus und Umwelt.

Form: die Erkundung des Raums einer Unterscheidung.

6 Comments
  1. hmmm .. ist ja noch sehr rudimentär (im Vergleich zu schon existierenden Wörterbüchern), aber schon auf dieser Stufe meine ich dass der Ausdruck “Organismus” auf eine sehr spezielle Systemtheorie verweist, die deshalb auch bezeichnet sein könnte/sollte.
    In der Kybernetik etwa (natülich in meiner Kybernetik) wäre ein Organismus ein spezifisches System …
    aber davon unabhängig gefällt mir die Idee an einem Glossar zu arbeiten ausserordentlich gut

    • Ja, genau, der Ausgangspunkt ist W. Ross Ashbys Fassung einer Systemtheorie. Und die Frage ist, wie weit man damit auch in der Soziologie kommt. Hier soll erst einmal nur die Frage markiert werden.

  2. das faszinierende an der Luhmannschen Systemtheorie war und ist, wie Soziologie vorausgesetzt wird. Würde man mit der Systemtheorie anfangen, würde sich möglicherweise gar nie so etwas wie Soziologie (im Sinne der Luhmannschen Soziologie) ergeben.
    H. Maturana – als Naturwissenschftler ausgebildet, obwohl er in der Selbstbeschreibung diese Unterscheidung aufgehoben hat – argumentiert ja sehr mit einem Organismus-Lebewesen und kommt meines Erachtens nie auch nur in ide Nähe einer Soziologie, obwohl er beispielsweise von Sprache spricht:
    Auch E. von Glasersfeld hat in seiner Kybernetik (oder in meiner Lesewweise davon) nie zur Soziologie gefunden, weil es sie sowenig wie H. Maturana schon vorweg gesetzt hatte.
    Interessant finde ich in diesem Zusammenhang auch G. Ropohls Systemtheorie der Technik, die auch keine Soziologie wird, sondern bei soziotechnischen Systemen landet.
    Meine Hypothese wäre Systemtheorie (im Sinne von R. Ashby’s Kybernetik) ODER Soziologie, wobei mir nie recht klar wurde, was Soziologie sein sollte (darin teile ich die Vorstellung von N. Luhmann, dass die Soziologie keine Theorie hat, wobei ich wohl im Unterschied zu N. Luhmann meine, dass sich auch nach Luhmann immer noch keine Theorie hat – während mir die Systemtheorie als Theorie schlechthin erscheint.
    Aber vielleicht kriege ich durch Ihr Glossar bessere Einsichten, ich bin gespannt.

  3. dietmarrose permalink

    ..”ein System ist das, was entsteht, wenn sich eine Beobachtung wiederholen lässt..”

    (gefunden in Aufzeichnungen oder einem Textbaustein eines Textes von DB, den ich nicht mehr finden kann)

  4. christorpheus permalink

    Müsste es beim Punkt Komplexität nicht heissen: …Reflexion auf die Unverfügbarkeit der Einheit der Differenz von Organismus und Umwelt.
    Die Differenz ist ja verfügbar … als Unterscheidung deren eine Seite bezeichenbar ist. … oder verirre ich mich gerade?

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: