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Komplexitätsforschung: Der imaginäre Zustand

Eine interessante Möglichkeit, Komplexität zu modellieren, stammt aus der älteren Mathematik. Der griechische Mathematiker Diophantos von Alexandria hat bereits im zweiten oder dritten Jahrhundert nach Christus vorgeschlagen, von “geordneten Paaren” von Zahlen immer dann zu sprechen, wenn mathematische Gleichungen mindestens zwei Lösungen haben, die nicht aufeinander reduziert werden können. Das ist bei imaginären Zahlen, i = √-1, der Fall.

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Komplexitätsforschung: Design Research

„Wenn jemand so ignorant ist, sich mit Komplexität auseinandersetzen zu wollen, bleibt er auch so.“ Heinz von Foersters Diktum war eindeutig. Wenn man komplexe Phänomene als Phänomene definiert, die das Verständnis des Beobachters überfordern, wie es seit Warren Weavers klassischem Aufsatz aus dem Jahr 1948 üblich ist, hilft es wenig, dem Beobachter zu raten, noch genauer hinzuschauen. Er steigert damit nur seine Überforderung.

In der Komplexitätsforschung hat dies zu drei Anschlussfragen geführt… Blog Kultur/Reflexion

A Functional Paradigm of the Human Condition

version 1.3 (June 4)

If Talcott Parsons’ paradigm of the human condition is updated with respect to (i) Niklas Luhmann’s decay structure of social systems, (ii) more recent insights into matter, life, and information and their various kinds of (causal, loose, electronic) couplings, and (iii) an understanding of George Spencer-Brown’s imaginary state as a state of indeterminacy in second-order equations able to actually couple, dissolve, and renew functional states of the human condition, then we may be able to come up with an equation describing the minimal functional structure of the human condition.

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Summary of my talk “A Society’s Algorithm” at panel “Society through the Eyes of Robots, Algorithms & AI”, International Conference “Society through the Lens of the Digital”, Schloss Herrenhausen, Hannover, May 31 to June 2, 2017, continued

Terror und Terrorismus im Formkalkül

Die Kommunikation des Terrorismus beginnt in dem Moment, in dem der Terror, die Erzeugung von Schrecken durch die Ausübung physischer Gewalt, als eine Waffe entdeckt wird, die vom Staat ebenso wie gegen den Staat eingesetzt werden kann. Derselbe Terror, der von Robespierre und den Jakobinern als legitimes Instrument der Beschleunigung des Gewinns politischer Unterwerfung eingesetzt und gerechtfertigt wird, wird wenig später als Terrorismus einer Gruppierung, die entweder im Staat oder gegen den Staat Gewalt illegitim einsetzt, verurteilt: Terrorismus ist politisierter und ideologisierter Terror (Walther 1990). Wir haben es mit einem Vorzeichenwechsel zu tun. Dieser Vorzeichenwechsel enthält jedoch, so paradox es klingt, den Akt einer Emanzipation.

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Manuskript zum Beitrag auf dem Workshop “Terrorismus, fuzzy-logisch oder formtheoretisch”, Universität Witten/Herdecke, 31. März – 1. April 2017

Produktkalkül

Das in diesem Buch vorgestellte Produktkalkül ist als Ergänzung zu betriebswirtschaftlichen Geschäftsmodellen zu verstehen. Geschäftsmodelle beantworten die Frage, wie es einem Unternehmen gelingen kann, eine Wertschöpfungskette so zu organisieren, dass sich das Unternehmen einen Wert aneignen kann, den es für Kunden kreiert. Das ist keine triviale Problemstellung. Jede Produktion wird unter Bedingungen vollzogen, unter denen nicht ausgeschlossen werden kann, dass Kunden, Lieferanten, Konkurrenten oder Behörden in die Position kommen, sich den Mehrwert anzueignen. Die theoretische Fundierung, die man für Geschäftsmodelle zuweilen vermisst, wäre in einer Konflikttheorie der Produktion zu finden.

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Luhmanns Wette

Man kommt sich fast etwas vorlaut (immerhin noch nicht: kleinlaut) vor, wenn man den Versuch unternimmt, Formen neuronaler, mentaler, sozialer und künstlicher Intelligenz miteinander zu vergleichen oder gar eine prinzipielle Überlegenheit der einen oder anderen zu behaupten. Es ist, als würden sich die digitalen Apparate angesichts solcher Versuche bereits ins nicht vorhandene Fäustchen lachen.

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Die digitale Revolution

Aus soziologischer Sicht besteht die -> digitale Revolution in der Einführung und Durchsetzung elektronischer Medien, die es unsichtbaren Maschinen ermöglichen, sich an der Kommunikation unter Menschen zu beteiligen. Die Umstellung der Kommunikation auf diese Möglichkeit führt zu sozialen Strukturen und einer kulturellen Identität der Gesellschaft, die sich von den sozialen Strukturen und der kulturellen Identität der modernen Gesellschaft unterscheiden. Aus soziologischer Sicht ist die digitale Revolution eine Medienkatastrophe, da sie Struktur und Kultur der Gesellschaft dazu zwingt, sich auf Möglichkeiten der Kommunikation einzustellen, mit denen zuvor niemand rechnen musste. Erwartbar ist, dass diese Möglichkeiten zunächst abgelehnt und nur im Modus der Ablehnung zunächst beobachtet und dann modifiziert und durchgesetzt werden. Dieser Prozess ist nichttrivial, das heißt er reagiert auf sich selbst. Die erwarteten Vorteile und Nachteile der Durchsetzung der Digitalisierung sind nicht identisch mit den Vorteilen und Nachteilen, die im Laufe dieses Prozesses tatsächlich sichtbar werden.

Weiterlesen… Staatslexikon der Görres-Gesellschaft, 8. Aufl., 2017, Bd 1, Sp. 1397–1402