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Systems Are Theory

Systems are theory. They are distinguished by observers, scientific or intellectual; and talked about with other observers. They describe a complexity, consisting of a highly integrated differentiation, established and maintained by a boundary, which selectively separates a unit from and connects it with an environment as seen by an observer. The paper looks at the history of the notion of systems from Greek and scholastic up to its peak in enlightenment era, enters the sociological reception of the notion with Auguste Comte, Vilfredo Pareto, Talcott Parsons, and Niklas Luhmann, and concludes with notes on complexity, the observer, and negation.

Read on…: Cybernetics & Human Knowing 24, 2 (2017), pp. 9–39

Mit dem eigenen Leben Zeugnis ablegen: Kirche in der nächsten Gesellschaft

Die Frage nach der Kirche in der nächsten Gesellschaft ist eine ketzerische Frage. Kann sich die Kirche der nächsten Gesellschaft von jener der modernen, der antiken und der tribalen Gesellschaft unterscheiden? Ist die Kirche „historisch“? Ist „Kirche“ nicht gerade diejenige Institution, die sich als Verweis auf und Abglanz von Gottes Reich allem Irdischen und damit auch Historischem entzieht? Muss man nicht, und nur dies möglicherweise immer wieder neu, die Botschaft Gottes als ewig gültige Botschaft, wie sie von der Kirche vertreten wird, vom Wandel des menschlichen Geschicks unterscheiden? Man ahnt die Hintertür, die wir versuchen, uns zu öffnen. Von einer Kirche zu sprechen, heißt in der Tat, von der Verkündung eines göttlichen Reiches zu sprechen, das über alle Geschichte und Evolution hinweg immer dasselbe ist, aber es heißt auch, diese Identität immer wieder neu in ein Verhältnis zu jenem historisch wandelbaren menschlichen Geschick zu setzen, auf das sich die Kirche beziehen muss, will sie das Wort Gottes verkünden.

Weiterlesen… in futur 2: Zeitschrift für Strategie und Entwicklung in Gesellschaft und Kirche 01, 2017

Komplexitätsforschung: Der imaginäre Zustand

Eine interessante Möglichkeit, Komplexität zu modellieren, stammt aus der älteren Mathematik. Der griechische Mathematiker Diophantos von Alexandria hat bereits im zweiten oder dritten Jahrhundert nach Christus vorgeschlagen, von “geordneten Paaren” von Zahlen immer dann zu sprechen, wenn mathematische Gleichungen mindestens zwei Lösungen haben, die nicht aufeinander reduziert werden können. Das ist bei imaginären Zahlen, i = √-1, der Fall.

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Komplexitätsforschung: Design Research

„Wenn jemand so ignorant ist, sich mit Komplexität auseinandersetzen zu wollen, bleibt er auch so.“ Heinz von Foersters Diktum war eindeutig. Wenn man komplexe Phänomene als Phänomene definiert, die das Verständnis des Beobachters überfordern, wie es seit Warren Weavers klassischem Aufsatz aus dem Jahr 1948 üblich ist, hilft es wenig, dem Beobachter zu raten, noch genauer hinzuschauen. Er steigert damit nur seine Überforderung.

In der Komplexitätsforschung hat dies zu drei Anschlussfragen geführt… Blog Kultur/Reflexion

A Functional Paradigm of the Human Condition

version 1.3 (June 4)

If Talcott Parsons’ paradigm of the human condition is updated with respect to (i) Niklas Luhmann’s decay structure of social systems, (ii) more recent insights into matter, life, and information and their various kinds of (causal, loose, electronic) couplings, and (iii) an understanding of George Spencer-Brown’s imaginary state as a state of indeterminacy in second-order equations able to actually couple, dissolve, and renew functional states of the human condition, then we may be able to come up with an equation describing the minimal functional structure of the human condition.

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Summary of my talk “A Society’s Algorithm” at panel “Society through the Eyes of Robots, Algorithms & AI”, International Conference “Society through the Lens of the Digital”, Schloss Herrenhausen, Hannover, May 31 to June 2, 2017, continued

Terror und Terrorismus im Formkalkül

Die Kommunikation des Terrorismus beginnt in dem Moment, in dem der Terror, die Erzeugung von Schrecken durch die Ausübung physischer Gewalt, als eine Waffe entdeckt wird, die vom Staat ebenso wie gegen den Staat eingesetzt werden kann. Derselbe Terror, der von Robespierre und den Jakobinern als legitimes Instrument der Beschleunigung des Gewinns politischer Unterwerfung eingesetzt und gerechtfertigt wird, wird wenig später als Terrorismus einer Gruppierung, die entweder im Staat oder gegen den Staat Gewalt illegitim einsetzt, verurteilt: Terrorismus ist politisierter und ideologisierter Terror (Walther 1990). Wir haben es mit einem Vorzeichenwechsel zu tun. Dieser Vorzeichenwechsel enthält jedoch, so paradox es klingt, den Akt einer Emanzipation.

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Manuskript zum Beitrag auf dem Workshop “Terrorismus, fuzzy-logisch oder formtheoretisch”, Universität Witten/Herdecke, 31. März – 1. April 2017

Produktkalkül

Das in diesem Buch vorgestellte Produktkalkül ist als Ergänzung zu betriebswirtschaftlichen Geschäftsmodellen zu verstehen. Geschäftsmodelle beantworten die Frage, wie es einem Unternehmen gelingen kann, eine Wertschöpfungskette so zu organisieren, dass sich das Unternehmen einen Wert aneignen kann, den es für Kunden kreiert. Das ist keine triviale Problemstellung. Jede Produktion wird unter Bedingungen vollzogen, unter denen nicht ausgeschlossen werden kann, dass Kunden, Lieferanten, Konkurrenten oder Behörden in die Position kommen, sich den Mehrwert anzueignen. Die theoretische Fundierung, die man für Geschäftsmodelle zuweilen vermisst, wäre in einer Konflikttheorie der Produktion zu finden.

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